Maternity and Baby Care – Erste Emotionelle Hilfe

„Erste Emotionelle Hilfe“ – was ist das? Ich persönlich hatte noch nie davon gehört. Ich hätte es aber – insbesondere beim ersten Kind – gebrauchen können. Da ist man ab und zu überfordert und verunsichert: Stillen, Schlafmangel, erste Wehwehchen (ich sage nur „Bauchkoliken“, die uns Stunden lang auf Trapp gehalten haben). Da habe ich mir beim ersten Kind oft gedacht: das schaut aber bei meinen Freunden irgendwie einfacher aus! Ich habe meine ersten Monate bei beiden Kindern  viel gelernt – aber auch viel im Dunkeln herumgetappt. Ich bin mir sicher es wäre uns als Eltern viel erspart geblieben wenn ich eine neutrale Person gehabt hätte, die mir Tipps und Tricks geben hätte können.

Gina Watermaier aus München berät mit ihrer Geschäftsidee Gimacare Eltern rund um das „Elterndasein“. Denn: Die Beziehung zwischen einem Neugeborenem und seinen Eltern ist das Wertvollste, das es gibt. Frischgebackene oder werdende Väter und Mütter wollen daher immer das Beste für ihr Baby.

Was aber, wenn du nicht immer weißt, was das Beste für dein Kind ist? Genau dort setzt Gina’s Arbeit an. Gemeinsam klärt sie alle offenen Fragen und bereitet euch bestens vor. Denn die ersten Monate einer Elternschaft sollen die schönsten sein – auch wenn sie nicht immer die einfachsten sind.

Wir haben ein kleines Interview mit Gina für euch zusammengestellt und hätten noch viele Fragen stellen können. Viel spaß beim lesen!

Stelle Dich und deine Geschäftsidee vor. Wie bist du auf diese Business-Idee gekommen? Was waren deine Beweggründe?

Mein Name ist Gina Watermeier, ich berate und begleite Eltern rund ums Baby, „Elternsein“ und stehe ihnen mit wenigen und einfachen Mitteln hilfreich zur Seite.
Ich bin Kinderkrankenschwester, arbeite seit einigen Jahren in Privathaushalten als Nanny bzw. Maternity Nurse und bin Dozentin an Deutschlands einzigster Nannyakademie.
Durch meine Arbeit im Privathaushalt habe ich viele Mütter mit Babys und Kleinkindern kennenlernen dürfen und sehe dabei immer wieder eine große Unsicherheit im Umgang mit den Babys und vor allem die Angst davor, etwas falsch zu machen.
Durch meine Erfahrungen und der Ausbildung zur Erste Emotionelle Hilfe-Fachberaterin wurde ich inspiriert, Eltern in ihrer Intuition zu stärken und ihnen sozusagen eine Art „Handwerkszeug“ mitzugeben, was sich wiederum auf die Kinder positiv auswirkt.

Erzähle ein wenig von deinem Werdegang (wo hast du früher gearbeitet, wo hast du Erfahrung sammeln dürfen).

Mein Kinderkrankenschwesterndiplom habe ich in Linz absolviert.
Danach habe ich viele gute und auch traurige Erfahrungen gesammelt auf den onkologischen Kinderstationen der Uniklinik Wien (AKH) und im St. Anna Kinderspital in Wien.
Ich war als Au-pair in London tätig, dabei habe ich die Liebe zum Nannyberuf entdeckt und war in diversen meist sehr gehobenen Privathaushalten in ganz Europa und Australien tätig.

 „Erste Emotionelle Hilfe“ ist nicht jedem ein Begriff – kannst du es uns in deinen Worten erklären? Was macht dies in der Frühentwicklung so wichtig?

Die zentrale Idee der Emotionellen Ersten Hilfe ist die Förderung und Bewahrung einer liebevollen Eltern-Kind-Bindung in der Schwangerschaft, während der Geburt und in der Zeit danach.
Der Ansatz der Emotionellen Ersten Hilfe liegt in der modernen Körperpsychotherapie sowie in neuesten Erkenntnissen der Bindungsforschung und Neurobiologie.
Eltern werden dabei in ihrer Kompetenz gestärkt und angemessen begleitet.
Dabei spielt auch der Begriff „Basic Bonding“ eine große Rolle, dies ist ein Weg zur Stärkung der frühen Eltern-Kind-Bindung.
Emotionelle Erste Hilfe (EEH)-Fachberater/innen sollten meiner Meinung nach auf jeder Geburtenstation, beim Gynäkologen und Pädiater eingesetzt werden. Daraus würde sich für viele Eltern die notwendige Unterstützung ergeben.

Du unterrichtest auch an der Nanny Akademie in München. Da immer mehr Eltern beide Berufstätig sind, ist das Thema Kinderbetreuung und vor allem „Nanny“ wichtig. Was ist zur Ausbildung bzw. zu den Eigenschaften einer Nanny für dich am wichtigsten?

Das kommt natürlich immer auf die Familie an und welche Anforderungen diese stellt. Es gibt Arbeitgeber, die wollen Nannys mit nachgewiesener Qualifikation wie zum Beispiel einem Kinderkrankenschwesterndiplom oder einer pädagogischen Ausbildung.
Wir haben an unserer Nannyakademie immer wieder „Quereinsteiger“, die, wenn sie den Wunsch haben den Nannyberuf auszuüben, meist auch sehr kompetente Kinderfrauen sind.
Meiner Meinung nach sollte eine Nanny gut vorbereitet werden für den Privathaushalt, das unterschätzen viele, da es ein ganz anderes Arbeiten als z.B. im Krankenhaussystem oder einem Kindergarten ist.
Die wichtigsten Eigenschaften einer Nanny sind für mich: Verlässlichkeit, Empathie und Souveränität.

Wir von Benni’s Nest freuen uns sehr dass dir unsere Idee gut gefällt. Was findest Du an Benni’s Nest so besonders?

Ich habe Bennis’s Nest zufällig im Internet entdeckt und fand das Produkt zusammen mit der Idee und der Umsetzung ganz toll. Da ich viel Erfahrung mit dem Thema „Babys und Schlafen“ habe, hat mich dieses „Nest“ sofort angesprochen. Es vermittelt schon beim Ansehen ein Gefühl der Geborgenheit und ist optisch dazu noch ein Blickfang.
Viele Eltern haben nach der „Baby- bzw. Kleinkindphase“ viele Produkte „herumstehen“ und wissen nicht wohin damit, daher finde ich die Idee super, dass man Benni’s Nest nicht nur als Bett, sondern auch als Aufbewahrungsbox oder als Sitzbank, etc. weiter verwenden kann.

x02_VorDerGeburt_2

 Hast du Erfahrungen zum Thema Zirbenholz und Baby sammeln können?

Mit Babys im Zirbenholzbettchen habe ich bis jetzt noch keine Erfahrungen gesammelt.
Ich kenne Erwachsene, die Zirbenholzbetten bzw. Zimmer aus Zirbenholz haben und die fühlen sich da sehr wohl. Da das Zirbenholz sich gut auf den Körper und Gesamtorganismus auswirkt, kann es meiner Meinung nach für Babys auch nur von Vorteil sein.
Ich persönlich mag Zirbenholzmöbel sehr gerne, weil ich den harzigen Geruch von Zirbenholz liebe und um die gesundheitsfördernde Wirkung der Zirbe Bescheid weiß.

Nenne deine persönlichen „must haves“ bei der Erstausstattung eines Baby’s. Was darf auf gar keinen Fall fehlen?

Das ist schwer zu sagen, weil ich das mit den Familien immer sehr individuell abstimme.
Am wichtigsten sind entspannte, ausgeglichene Eltern, dann kann man sich schon bei der Erstausstattung einiges sparen.
Im Moment würde ich Benni’s Nest als mein persönliches „Must have“ bei der Erstausstattung sehen weil es sinnvoll und praktisch zugleich ist.

Hast du Tipps und Tricks zum Thema Nachhaltigkeit und Baby – lässt sich das in deinen Augen überhaupt vereinbaren?

Teilweise schon. Ich finde Spielsachen aus Naturprodukten wie Holz, Filz usw. ganz toll, möchte aber nicht auf „Lego“ verzichten, weil ich weiß wie gerne sich Kinder vom Babyalter bis zum Schulkindalter und darüber hinaus damit beschäftigen. Bei den Baby-Pflegeprodukten gibt es auch tolle Naturprodukte, das ist wiederum eine finanzielle Frage.
In unserer heutigen Konsumgesellschaft ist Nachhaltigkeit ein großes Thema, jeder sollte ein wenig bewusster „konsumieren“ auch im Babybereich. Man sollte hinterfragen wo ein Produkt herkommt, wie es hergestellt wird und ob man es in den nächsten zehn Jahren oder länger nutzen kann.
Wertvolle Materialien, aber auch die nachhaltige Nutzung. Die meisten Eltern machen ja den Fehler viel zu viel Zeug anzuschaffen, aus dem das Baby sofort rausgewachsen ist.

Hast du ein persönliches Erfolgsrezept? wenn ja, bitte verraten!

Ich denke es ist eine Mischung aus eigener Herkunft, Erfahrung und „Selbstreflexion“.
Authentizität und Klarheit, vor allem mit sich selbst, sind für mich die wichtigsten Eigenschaften.

07_GuteNacht

Mehr über Gina und ihre Firma Gimacare findest du hier.

gima_facebook_profil-1

 

 

 

Teilen:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.